5 Gründe, warum Sie Ihre Grüne Smoothies Zutaten richtig waschen sollten

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Wer sich einen Smoothie Maker in die Küche stellt, tut das kaum, weil die Geräte so dekorativ sind, sondern weil die gesunde Ernährung im Vordergrund steht. Die Grünen Smoothies sind vitamin- und ballaststoffreich, sie schmecken und tuen gut. Dennoch stellt sich, wenn man sich mit dem Thema Grüne Smoothies näher auseinandersetzt und nicht nur gedankenlos konsumiert, irgendwann die Frage: Sind mein Obst und mein Gemüse wirklich so gesund? Was ist mit Pestiziden und Keimen?

 

  1. Pestizide und Fungizide auf Obst und Gemüse

Wer Bioprodukte kauft, der kann sich zu 99% sicher sein, dass alle Zutaten, die im Smoothie Maker und damit im grünen Smoothie landen, frei von Pestiziden sind. In der biologischen Landwirtschaft sind diese chemischen „Helfer“ nicht erlaubt. Alle anderen Obst- und Gemüsesorten sind in der Regel behandelt, um die Pflanzen vor Schädlingen zu schützen. Und während der Verbraucher bislang davon ausging, dass sich Pestizide nur an der Oberfläche befinden, gibt es neue Chemiebomben, die in die Frucht eindringen. Das Bundesamt für Gesundheit in der Schweiz hat nun eine Entwarnung herausgegeben, denn die Rückstände im Fruchtfleisch seien „nicht gesundheitsschädlich“. Davon kann man halten, was man will, und wer sicher sein möchte, nicht an den bislang unerforschten Langzeitfolgen zu erkranken, der muss zwangsläufig Bioprodukte kaufen.

 

  1. Wachsschichten auf dem Obst

Selbst Biozitronen vom Markt bekommt man nur noch gewachst. Das lässt die Früchte appetitlich glänzen und schützt vor unschönen braunen Stellen, auch bleiben die Früchte länger haltbar. Nun kommt in den Green Smoothie in den meisten Fällen keine Schale, selbst geriebene Zitronen- oder Orangenschale findet sich äußerst selten in den Grüne Smoothies Rezepten. Aber auch Äpfel und Birnen werden oft gewachst, aus den gleichen Gründen wie die Zitrusfrüchte. Und da diese beiden Obstsorten mit Schale in den Smoothie Maker kommen, sieht die Sache schon gleich ganz anders aus. Zwar handelt es sich bei diesem Wachs oft um Bienenwachs oder Schellack, der aus den Ausscheidungen der Lackschildlaus hergestellt wird. Diese Substanzen sind nicht schädlich für den menschlichen Körper. Soweit, so gut, wäre da nicht eine Sache: Die Wachsschicht wird nach der Ernte aufgetragen und schließt alle Pestizide, Fungizide und Insektizide, mit denen vorher gesprüht wurde, ein.

 

  1. Keime auf Obst und Gemüse

Nicht nur im Hühnerfleisch stecken Keime. Fertigpackungen mit vorgewaschenem Salat bilden ein angenehmes Klima für Keime. Dieser Salat ist zwar sauber, aber „genussfertig“ vorbereitet. Und das bedeutet feuchte Stellen überall dort, wo die Blätter vom Kopf entfernt wurden, um dem Verbraucher mundgerechte Stücke für teures Geld zu verkaufen. Bakterien und Pilze freuen sich über die Schutzhülle aus Plastik und vermehren sich freudig. Also lieber den ganzen Kopf Salat kaufen und selber waschen! Was das Obst betrifft, stellt sich nur eine Frage: Wissen Sie genau, wer das von Ihnen ausgewählte Stück schon in der Hand gehalten hat? Hat derjenige sich nach der Toilette die Hände gewaschen? Genau. Fäkalkeime im Green Smoothie braucht kein Mensch.

 

  1. Erde in meinem Green Smoothie?

Fast harmlos gegen Keime und Pestizide mutet der Schmutz an. Erdrückstände können leicht entfernt werden, und das ist bei Obst und Gemüse aus herkömmlicher Landwirtschaft besonders wichtig. Denn ein Großteil der Chemie landet nicht nur auf dem Obst und Gemüse, sondern auch im Boden. Dazu kommt noch Tierkot von Wildtieren. Das ist nicht appetitlich!

 

  1. Dreck aus der Umwelt

Selbst wer ein Bioprodukt kauft, kann nicht sicher sein, dass das Feld nicht in unmittelbarer Nähe zu einer viel befahrenen Straße liegt. Abgase und alles andere, was sich in der Luft findet, landet ebenfalls zu einem kleinen Teil im Smoothie Maker. Mal ehrlich, wie viele idyllisch und abseits gelegene Biobauernhöfe kennen Sie? Und wie viele Menschen legen inzwischen Wert auf eine gesunde Ernährung und bevorzugen Bioprodukte?

 

Wie man die schädlichen Stoffe in Grünen Smoothies reduzieren kann

Waschen allein reicht manchmal nicht, vor allem da man nicht alle Obst- und Gemüsesorten heiss waschen kann. Einen groben Anhaltspunkt liefert eine Empfehlung von foodwatch – die Essensretter. Diese Tipps gehen jedoch meiner Meinung nach nicht weit genug. Bei der Zubereitung meiner Grünen Smoothies möchte ich so sicher wie möglich sein, dass weder Dreck noch Pestizide in meinem Getränk landen. Deshalb empfehle ich einen Obst- und Gemüsereiniger, den man ganz leicht selbst herstellen kann:

  • 1 Esslöffel Zitronensaft
  • 1 Esslöffel weißer Essig
  • 1 Tasse Wasser
  • 1 Sprühflasche

Bitte verwenden Sie ein tiefes Gefäss, da die Mischung ordentlich schäumt, wenn Essig und Zitronensaft aufeinander treffen.

Ein alternatives Rezept ist dieses hier:

  • 1 Teelöffel Zitronensaft
  • 10 Tropfen Grapefruitextrakt
  • 2 Teelöffel Natron
  • 1 Tasse Wasser
  • ¾ Tasse weißer Essig
  • 1 Sprühflasche

Mit beiden Mischungen geht man beim Reinigen gleich vor:

Obst und Gemüse großzügig einsprühen und die Mischung etwa 10 Minuten einwirken lassen. Anschließend mit viel kaltem Wasser gründlich abspülen. Obst mit harter Schale wie beispielsweise Äpfel werden nach dem Einwirken mit einer Gemüsebürste abgerieben, ebenso wie beispielsweise Karotten. Und es durchaus nicht albern, diesen Reiniger auch anzuwenden, wenn die Schale nicht mitgegessen wird. Ein Messer, das durch eine Avocado schneidet, trifft auf die Oberfläche und transportiert einige Keime ins Innere. Das ist in der Regel nichts, womit ein gesundes Immunsystem nicht fertig wird. Dennoch möchten wir so wenig Schadstoffe wie möglich aufnehmen, wenn es sich so leicht vermeiden lässt?

Dieser hausgemachte und effektive Gemüsereiniger eignet sich allerdings nicht für Blattgemüse. Die grünen Zutaten für den Smoothie sprühen Sie mit einer Mischung aus Essig und Wasser ein. Diese Mixtur sollte 3 Esslöffel weißen Essig und zwei Tassen Wasser enthalten.

Noch ein Wort zum Schluss: Möglicherweise fühlen Sie sich ein wenig überbesorgt, wenn Sie Ihr Gemüse zum ersten Mal auf diese Art und Weise waschen. Vielleicht lächelt Ihre Freundin oder ihr Partner auch über den „Aufwand“, den Sie treiben? Lassen Sie das locker an sich abperlen. Gut gewaschen ist besser als später durch vermeintlich gesundes Obst und Gemüse krank zu werden.