Blattgemüse im Smoothie: Was den Grünen Smoothie grün macht

Grünes im Grünen Smoothie

Das Blattgemüse im Grünen Smoothie ist der Bestandteil mit der wichtigsten Bedeutung. Ohne das „Grünzeug“ ist das, was wir im Smoothie Maker mixen, zwar immer noch ein Smoothie, aber kein Grüner Smoothie mehr.

Besonders wichtig ist der Anteil an grünem Blattgemüse deshalb, weil die Blätter einen extrem hohen Gehalt an Vitalstoffen haben. Unter Vitalstoffen versteht man Vitamine, Mineralstoffe, Antioxidantien, Enzyme, Spurenelemente und Aminosäuren. Verantwortlich für die grüne Farbe im Blattgemüse ist das Chlorophyll, der natürliche Farbstoff grüner Pflanzen. Allgemein gilt: Je dunkler das Grün, desto höher ist der Anteil am grünen Farbstoff. Warum das so wichtig ist für Grüne Smoothies? Weil Chlorophyll in vielerlei Hinsicht gesundheitsfördernd ist. Es kann durch seine molekulare Nähe zum Blutfarbstoff Hämoglobin blutbildend wirken, und es wirkt antibakteriell. Außerdem ist Chlorophyll geruchsneutralisierend. Am wichtigsten jedoch ist die Tatsache, dass der grüne Farbstoff antioxidativ wirkt, d. h. er wirkt als Radikalfänger und ist damit ein wichtiger Helfer im Kampf gegen Schlaganfälle, Krebs und Herzinfarkt.

 

Aus der Gerüchteküche in den Smoothie Maker

Während der gesundheitliche Nutzen von Obst unbestritten ist, steht das Blattgemüse immer wieder im Mittelpunkt hitziger Diskussionen. Immer wieder hört und liest man von Gesundheitsexperten, die vor dem Genuss der Grünen Smoothies warnen. Zahnschäden durch Oxalsäure, Nierensteine durch Oxalsäure oder deren Überdosierung sind immer wieder auf mehr oder weniger sensationsheischende Art und Weise ein Thema. Selbst das Gerücht, im Green Smoothie würden Gartenabfälle verwendet, kann man mit einem Kopfschütteln nachlesen.

Oxalsäure kommt in folgenden Lebensmitteln vor: Rhabarber, Sauerampfer, Kakao, Mangold, Spinat, Petersilie und rote Beete.

1) Diese Liste ließe sich noch weiter fortführen.

2) Heißt das also, wenn ich jeden Tag einen grünen Smoothie trinke, dass ich mich mit Oxalsäure vergifte? Oder bekomme ich zwangsläufig Nierensteine?

Natürlich vergiftet man sich nicht, wenn man jeden Tag den Standmixer für seinen Grünen Smoothie nutzt. Doch trotz aller Polemik ist die Oxalsäure ein Thema, das man als gesundheits- und verantwortungsbewusster Smoothie Maker nicht vernachlässigen sollte.

Oxalsäure ist in höheren Dosen gesundheitsschädlich, und sie erschwert die Aufnahme von Eisen. Sie bindet außerdem Mineralstoffe wie Kalzium. Wenn dann die Oxalsäure über die Nieren ausgeschieden werden soll und sich dort aus Kalzium und Oxalsäure Kristalle bilden, besteht die Gefahr von Nieren- oder Blasensteinen. Das heißt, wer unter Eisenmangel leidet und sich dementsprechend ernährt oder schon einmal Nierensteine gehabt hat, sollte auf jeden Fall mit seinem Arzt über seine Ernährung sprechen – sei es auch nur, um beruhigt schlafen zu können.

Nitrat im Spinat ist ein weiteres Thema, das wichtig ist und zu einigen Gerüchten über Grüne Smoothies führt. Normalerweise ist Spinat nur für Babys schädlich, da Nitrate im Spinat in Nitrit umgewandelt werden können und dies den Sauerstofftransport im Blut stört. Ein gesunder Erwachsener, der nicht jeden Tag zwei Spinat Smoothies zu sich nimmt, hat in der Regel nichts vom Spinat zu befürchten. Die meisten Rezepte empfehlen auch Babyspinat, denn hier findet sich weniger Nitrat als in Spinat, der lange Zeit hatte zu wachsen.

 

Abwechslung ist wichtig!

Alle Pflanzen enthalten in geringen Mengen Stoffe, die dem Menschen schaden. Die Pflanzen produzieren diese Stoffe als Abwehr gegen Schädlinge. Außerdem variiert der Nährstoffgehalt von Grün zu Grün, auch deshalb ist es wichtig, immer wieder zwischen verschiedenen Blattgrünarten zu rotieren.

Wie bei allen anderen Lebensmitteln kommt es auch beim Blattgrün auf die Dosis an. Wer jahrelang täglich den immer gleichen Smoothie zu sich nimmt, tut weder seinem Geschmackssinn noch seinem Körper etwas gutes. Für gesunde Menschen, die sich ausgewogen ernähren möchten, sind weder zwei Handvoll Spinat am Tag noch die gleiche Menge Chinakohl gesundheitsgefährdend. Nur wer übertreibt oder krankheitsbedingt auf bestimmte Nahrungsmittel wie Spinat etc. verzichten muss, schadet sich selbst. Deshals ist es besonders wichtig, dass Sie in diesen Fällen vorher Rücksprache mit Ihrem Arzt nehmen, bevor Sie Ihre Ernährung umstellen.

Um es noch einmal ganz deutlich zu sagen: Maßhalten und Abwechslung sind wichtig. Das gilt für Blattgemüse genau so wie für Fett und Zucker, auch wenn es in diesen beiden Fällen einleuchtender erscheint. Aber auch Fett und Zucker sind Stoffe, die der Körper in Maßen braucht um zu funktionieren. Es ist die Menge, die wir zu uns nehmen, die aus einer gesunden Zutat das Gegenteil macht. Aber zwei Handvoll Blattgemüse täglich sind nicht schädlich, wenn man für Abwechslung sorgt. Ganz im Gegenteil, das Blattgemüse tut dem Körper gut und versorgt ihn mit vielen wichtigen Nähr- und Vitalstoffen.

Variation und Rotation sind die Zauberworte! Es gibt so viele grüne Zutaten für Grüne Smoothies, dass Sie mindestens jeden Tag in der Woche ein neues Blattgemüse ausprobieren können. Jedes Blattgemüse hat seinen charakteristischen Geschmack und einen unterschiedlichen Gehalt an Vitalstoffen. Kombinieren Sie, experimentieren Sie – und lassen Sie sich von den Rezepten auf dieser Seite inspirieren.

Für alle, die es genauer wissen wollen, stelle ich hier einige Blattgemüse vor, die ihren Weg in Ihren Smoothie Maker finden sollten.